Von
Torsten Thomas
Oldenburg. In den vergangenen beiden Jahren hatte die Sanierung der Stadtautobahn den Autofahrern viel Geduld abverlangt. In diesem Jahr geht es in der Oldenburger City fast zeitgleich mit vier Großbaustellen bis zum Jahresende weiter.
Eröffnet wurde die „Baustellensaison“ Anfang des Monats mit der Verlegung von Leitungen im Bereich der Schlosshöfe. Bis Mitte Juni sollen die Arbeiten am Paradewall abgeschlossen sein. Danach wird die Poststraße aufgerissen. Weiter geht es Anfang März mit dem Umbau und der Verlegung von Kanalrohren in der Alexanderstraße. Die Baustelle reicht vom Pferdemarkt bis zur Von Finck-Straße. Zuvor wird im Kreuzungsbereich vor der Gertrudenkirche ein neues unterirdisches Becken für die Abwässer aus dem Stadtnorden eingebaut. Bis in den November ist die Alexanderstraße in diesem Bereich als Einbahnstraße nur stadteinwärts befahrbar. Der stadtauswärts fahrende Verkehr wird über die Nadorster Straße umgeleitet.
Von Mai bis November werden zudem der Heiligengeistwall und der Lappan umgebaut. „Das machen wir sozusagen im Schatten der Alexanderstraße“, erläuterte der neue Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenbau, Professor Bernd Müller. Die Lappan-kreuzung soll zugunsten von Radfahrern und Fußgängern eingeschrumpft und der Busverkehr verbessert werden. Gleichzeitig werden im Kreuzungsbereich neue Kanalrohre verlegt. Während der gesamten Baumaßnahme soll der Verkehr mindestens einspurig funktionieren. Vom Pferdemarkt kommend wird es von der Lappankreuzung aus wieder möglich sein, direkt links Richtung Bahnhof zu fahren. Die bisherige Möglichkeit, die direkt über die Fahrbahn führt, fällt dauerhaft weg. „Die Brücke ist völlig marode und wird durch eine reine Fußgängerbrücke ersetzt“, erklärte Norbert Klostermann vom Fachdienst Verkehr.
Nach dem Umbau sollen drei Buslinien der VWG direkt über den Heiligengeistwall in den Stadtwesten fahren können. Dazu wird wie berichtet die Straße von Mai bis November umgebaut. Für den Autofahrer bedeutet dies, dass der Heiligengeistwall vom Pferdemarkt kommend während der Arbeiten zur Einbahnstraße wird. „Die gesamten Maßnahmen werden nicht ohne Verkehrsprobleme ablaufen“, prognostiziert Müller. Darum will die Stadt mit Flyern und Beschilderungen an den Ausfallstraßen auf die Baustellen und auf Alternativen hinweisen.