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 Mehr Parkhäuser direkt in der City

 Von
Torsten Thomas

Oldenburg. Bis zum Jahr 2012 soll das Angebot an Parkraum in der City um 1.506 Parkplätze oder 48 Prozent anwachsen. Entsprechende Pläne aus der Schatulle privater Investoren stellte Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner am Freitag vor. Damit verabschiedet sich die Stadt endgültig von der Park and Ride-Idee. Mit einem neuen Verkehrsleitsystem soll der Verkehr besser in die Parkhäuser geleitet werden.
Die neuen Parkplätze rekrutieren sich aus einem Mix schon im Bau befindlicher, genehmigter und neuer Projekte, die der OB addiert hat. In Zahlen ausgedrückt sollen sich die aktuell 3.362 Parkplätze auf 4.868 erhöhen.
In Absprache mit dem Betreiber des Waffenplatzparkhauses wird die Stadt für eine Erweiterung um 60 bis 80 Stellplätze zustimmen. Die sollen vor der VHS entstehen und die dortige Fahrradstation ersetzten. Die größten Brocken sind die im Bau befindlichen Heiligengeisthöfe (230), die Schlosshöfe (400), ein Parkhaus am Evangelischen Krankenhaus (350) und ein noch zu realisierendes Projekt an der Amalienstraße (500) auf dem ehemaligen Telekomgelände und die bereits fertige GSG-Theatergarage mit 80 Stellplätzen. Aufgegeben werden in der Rechnung 54 Parkplätze am ehemaligen Hallenbad. Die Zahlen könnten sogar noch steigen. Statt der vom OB veranschlagten 400 Parkplätze will ECE 440 bauen.
Dabei konstatierte Schwandner, dass es bislang nicht unbedingt zu wenig Parkraum in der City gebe. „Es geht darum,  für die Spitzenzeiten genug Möglichkeiten vorzuhalten, auch wenn der nicht immer ausgelastet ist“, so der OB. Mit dem Engagement von Investoren kann Schwandner an den ersten von acht Punkten seines Sofortprogramms einen positiven Haken machen. Damals war er unter anderem mit 1.000 neuen Parkplätzen für die City und gegen ein Einkaufszentrum am Schloss angetreten.
Zuvor hatte er sich mit dem City Management Oldenburg und den Kaufleuten verständigt. „Zu einer attraktiven Innenstadt gehört, dass sie bequem erreichbar ist und zügig angefahren werden kann“, erklärte  er. Einem Parkhaus am Alten Gymnasium erteilte er eine Absage. Wer das ehemalige Telekomgelände bebauen will, ließ er offen. Interesse an Parkraum hat ECE angemeldet. Umgerechnet auf die Verkaufsfläche fehlen für die Schlosshöfe 60 Parkplätze. „Die Amalienstraße wäre eine Alternative“, erklärte Dr. Jan Röttgers.
Weil mehr Angebote mehr Verkehr erzeugt, soll im Herbst ein neues Leitsystem schon auf der Autobahn regelnd eingreifen. Genauere Angaben machte Schwandner dazu nicht. „Wir werden im Herbst eine Öffentlichkeitskampagne starten“, sagt er. Endgültig zu Grabe getragen sind damit die ehemals ambitionierten Park and Ride Planungen der Stadt. „Dafür sind die Leute zu bequem“, so der OB. Während andere Städte aufgrund der Verkehrsbelastung zunehmend versuchen,  Verkehr aus den Innenstädten herauszuhalten, geht Oldenburg andere Wege. Für die Stadt will Schwandner eine bislang fehlende Untersuchung der Schadstoffbelastung in die Wege leiten.

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