Von
Fabian Speckmann
Oldenburg. Die Erfolgsformel ist offenbar ganz einfach. „Wenn wir uns konzentrieren und weiter so konstant spielen, wie zletzt, können wir sehr viel erreichen“, sagt Majebi Tseke. Anders formuliert, spielt der VfB Oldenburg heute, um 14 Uhr gegen den VfL Germania Leer ähnlich effektiv und attraktiv, wie in den vergangenen Wochen, steht dem fünften Sieg in Serie eigentlich nichts mehr im Weg.
Das glaubwürdig, weil zurückhaltend formulierte Selbstvertrauen seines jungen Abwehrrecken weiß Joe Zinnbauer durchaus zu schätzen. Gleichwohl ist dem Trainer nur zu bewußt, dass Fußball so berechenbar nicht ist. „Es ist ein Derby, mit einer ganz besonderen Pikanterie“, sagt er. Mit dem Hinweis darauf, dass gleich sechs ehemalige Oldenburger heute für den Gast auflaufen. Vor allem einen müssen Tseke und seine Mitstreiter in der verteidigenden Viererkette auf dem Zettel haben, Andreas Bitter.
Der ehemalige U19-Spieler des VfB hat nach einer Saison beim VfL Oldenburg, in der er von Verletzungen immer wieder zurückgeworfen wurde, offenbar seine Topform gefunden. Stattliche sieben Tore hat Bitter bereits erzielt und er dürfte auch heute hochmotiviert ans Werk gehen. „Leer hat insgesamt eine starke Mannschaft zusammen, nicht nur mit Bitter. In der Abwehr ist Steven Janßen sehr stabil und im Mittelfeld haben sie mit Diener und Boekhoff hervorragende Fußballer“, urteilt Zinnbauer.
Der Trainer wird also tüfteln müssen, um jene Elf zu finden, die den nächsten Akt der jungen Erfolgsgeschichte schreiben kann. Definitv nichts dazu beitragen kann Steven Sam. Der Flügelflitzer hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt aus. Erster Ersatzkandidat ist Jonas Wangler. Der werde immer stärker, habe ein Formtief überwunden und könne problemlos von Beginn an spielen, sagt der Trainer und läßt doch offen, ob Wangler auch darf. Nermin Becovic gilt als Alternative auf der Aussenbahn und sollte Zinnbauer gar umstellen wollen, könnte Thomas Friauf nach rechts rücken, um in der Mitte Platz für Nicola Grimaldi zu machen. Der Mittelstürmer hat als Kurzzeitarbeiter zuletzt überzeugt, getroffen und könnte ob seiner kantigen Spielweise durchaus gut zur wenig filigranen, aber physisch sehr starken Innenverteidigung der Gäste passen. Es darf spekuliert werden, obschon die Erfolgsformel dann doch ganz einfach ist. „Wir müssen mehr Tore schießen als der Gegner“, sagt der Trainer lachend.